23.09.14

text #3

ich sagte es doch, der daemon wird nicht lange warten. seine stimme wird lauter, nichts neues. beleidigungen aufs uebelste. er macht sie nieder, macht sie so klein, dass sie sich als ein nichts fuehlt. fuehlt nichts, spuert nichts. wiedermal fluechtet sie sich in die sucht, in die gewohnheit. keine stelle ihres armes ist nichts vernarbt und trotzdem sieht sie es nicht. narbe uber narbe und doch so leer. leer wie sie. nimmt die klinge und setzt sie an. es wird nur eine weitere narbe unter tausenden sein. es macht keinen unterschied. mehr. sie drueckt die klinge in ihr rosanes fleisch, zieht langsam durch. noch bevor sie den schnitt beendet rinnt das blut aus ihren adern. den schmerz nimmt das maedchen schon lange nicht mehr richtig wahr. es muss immer mehr sein, immer tiefer, damit sie uberhaupt noch etwas spuert. blutverschmiert löst sie die klinge aus der klaffenden wunden. unzufrieden. der schnitt ist ihr nicht tief genug. niemals wird es ihr tief genug sein. sie wird nie genug sein. aber es ist nur nur das ritzen, was sie momentan voll unter kontrolle hat, nein auch die flashbacks treten haeufig auf. taeglich, wenn nicht noch oefters. nicht grundlos. denn die handlungen der flashbacks sind keine vergangenheit mehr.

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